Dienstag, 22. Mai 2018

Blogs zum Thema Trauer

Auch beim Thema Tod und Sterben ist das Internet sowohl als Quelle der Information als auch als Ort des Austausches sehr wichtig geworden. Es gibt ein paar Blogs zum Thema, die unterschiedliche Schwerpunkte haben.

Im Blog ‚totenhemd.wordpress.com‘ finden sich viele interessante Buchtipps wie „Frau Magnussons Kunst die letzten Dinge des Lebens zu ordnen“ bei S. Fischer.

Der Blog ‚in-lauter-Trauer.de‘ wird von Silke Szymura geschrieben, die mit 30 Jahren ihren Lebensgefährten verloren hat. Sie schreibt inspirierende und tröstende Beiträge zum Thema Trauer, die uns als Leser das Gefühl geben, in unserem Schmerz akzeptiert und angenommen zu sein.

Der Blog ‚deintodundich,de‘ gibt Trauernden den Raum und die Möglichkeiten über ihre eigene Trauer und ihren eigenen Schmerz zu schreiben. Jeder, der seine Geschichte erzählen möchte – auch anonym – kann mitmachen. Es geht ganz einfach mit Hilfe eines Kontaktformulars. Die Bloggerin Anja Pawlowski liest und bearbeitet die Geschichten.

Diese drei Blogs sind mir als erstes aufgefallen, ob es die wichtigsten oder am häufigsten gelesenen sind, weiß ich nicht. Jeder einzelne Blog ist dennoch sehr lohnenswert.

Montag, 30. April 2018

Nichts für Zufall halten

Mary Wards Ansprachen 1617
In ihrer dritten Ansprache bemerkte Mary Ward, dass sie nicht vorhatte, über eine bestimmte innere Einstellung zu sprechen: … „woher das kommt, weiß ich nicht mit Sicherheit. Es ist wahr, was ich euch sage, obwohl ich nicht vorhatte, euch so viel zu sagen, es kam zufällig.“
Ganz im Gegensatz dazu hatte sie in der zweiten Ansprache davor gewarnt, irgendetwas für Zufall zu halten.
„Es ist eine große Undankbarkeit, und zwar eine der größten, zu denken, dass alle Dinge durch Zufall geschehen, und das habe ich viele geistliche Menschen sagen hören. Ich denke, dass es für geistliche Menschen kaum ein größeres Hindernis für den Heiligen Geist geben kann, als zu denken, dass uns alle Dinge zufällig geschehen, statt aus allem, was geschieht, unseren Nutzen zu ziehen als aus der Hand Gottes kommend; denn die Schrift sagt, kein Spatz fällt ohne die besondere Vorsehung Gottes zur Erde. In der Tat glaube ich, es ist der beste und leichteste Weg zur Tugend, jede Sache, und sei sie noch so gering, als von Gott kommend anzunehmen.“
Den Anlass dieser Aussage können wir dem entnehmen, was folgt. Offensichtlich gab es Mitschwestern, für die die Worte einer Frau kein oder nur wenig Gewicht hatten:
„… ihr werdet sagen, dass ihr die Predigten bedenkt. Das ist gut; ich wünschte, alle täten das. Aber vielleicht denkt ihr, Frauen dürfen nicht predigen, deshalb muss man ihre Worte nicht besonders beachten. Es ist gewiss, dass die Worte eines jeden, wer es auch sei, Mann oder Frau, wenn sie aufgrund ihrer Stellung zu sprechen haben, zu beachten sind, und jedes Wort, wie unscheinbar es auch sei, zu schätzen ist. Man darf es nicht als zufällig gesprochen vorbeigehen lassen oder ich weiß nicht wie in Erinnerung behalten, als wäre es ausreichend, mich am Rande oder ohne Sorgfalt zu erinnern, dass ich so etwas oder solche Worte gehört habe. Nein, das genügt nicht. Es ist gut, jedes Wort und jede Handlung, die von Vorgesetzten kommen oder von irgendjemand, der Veranlassung zu sprechen hat, als von Gott kommend anzunehmen. Nach meinem Urteil ist das eine gute, angenehme und einfache Weise, Gott zu finden und zu Gott zu gehen.“
Mary Ward begründet die Verpflichtung von Vorgesetzten zur Unterweisung und von Untergebenen zum Hören und Aufnehmen des Gesagten mit der Weisung Gottes und der Kirche:
„Hat Gott nicht seine Apostel und andere berufen und ihnen befohlen zu predigen? Gottes Worte sind nicht vergeblich. Wenn er einigen befohlen hat zu predigen, beabsichtigte er auch, dass andere hören sollten. Außerdem wisst ihr, dass es Ablässe für die gibt, die auf irgendeine Weise lehren oder unterweisen sollen. Dies wird allen gewährt, sowohl Männern als auch Frauen, Laien wie Ordensleuten. Daran könnt ihr erkennen, wie notwendig es ist, nicht etwas als zufällig vorbeigehen zu lassen, sondern aus allem Nutzen zu ziehen, denn Gott befiehlt und die heilige Kirche belohnt, und zwar alle, die auf irgendeine Weise andere unterstützen oder unterweisen, und für Vorgesetzte ist es gewiss, dass ihre Verpflichtung groß ist, nichts zu unterlassen, was für die notwendig oder hilfreich ist, die unter ihrer Obhut stehen: Für eine Vorgesetzte ist es sehr leicht, verdammt zu werden, obwohl sie keine direkte Sünde begangen hat, sondern wegen der Vernachlässigung oder Unterlassung ihrer Pflicht, ihre Untergebenen zu leiten oder zu fördern. Wenn aber die Verpflichtung von Vorgesetzten derart ist, dürfen wir ohne Frage ihre Worte oder etwas, das von ihnen kommt, nicht als zufällig ansehen.“
Soll das, was offensichtlich auf eine konkrete Situation gemünzt ist, auch darüber hinaus gültig sein? Kann man wirklich, ja darf man überhaupt „jede Sache, und sei sie noch so gering, als von Gott kommend“ annehmen?
Nein, denn nicht alles, was Vorgesetzte sagen, stammt vom heiligen Geist. Erst recht ist nicht alles, was geschieht als Wille Gottes aufzufassen, weder Hunger noch Kälte, weder Wetterkatastrophe noch Krieg sind das, was Gott für uns will.
Und doch führen uns die Mystiker den Weg, durch die Dinge hindurchzuschauen und durch sie hindurch Gott zu finden, der uns, wie Hans Küng formuliert, nicht vor allem Leid, aber in allem Leid bewahrt und begleitet.
Auch Alfred Delp weist diesen Weg: „Wir bleiben in den schönen und in den bösen Stunden hängen und erleben sie nicht durch bis an den Brunnenpunkt, an dem sie aus Gott herausströmen. Das gilt für alles Schöne und auch für das Elend. In allem will Gott Begegnung feiern und fragt und will die anbetende, hingebende Antwort. Dann wird das Leben frei in der Freiheit, die wir oft gesucht haben.“ So ist schließlich das Gebet Ijobs zu verstehen: „Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen, gelobt sei der Name des Herrn.“

Quelle: https://www.congregatiojesu.de/impulse-archiv

Donnerstag, 8. März 2018

Seebestattungen

Heute erreichte mich eine Broschüre des Bestattungsinstituts Abendfrieden Seebestattungen aus Laboe bei Kiel. In Bayern ist die Seebestattung vielleicht etwas fremd, aber es ist durchaus möglich, die Urne auf den Weg zu schicken, entweder alleine oder mit Begleitung, damit sie in der Ost- oder Nordsee beigesetzt werden kann.
In ganz Deutschland werden die Beisetzungen durch das Bestattungsgesetzt geregelt, wobei die Bundesländer Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen, die einen direkten Zugang zum Meer haben, unterschiedliche Regelungen. Allen gemeinsam ist aber, dass die Sicherheit des Schiffverkehrs absolut vor allem steht. Sicher ist diese Bedingung für alle, die an einer Seebestattung ihrer Liebsten Interesse haben, eine Selbstverständlichkeit. Darüber hinaus legt Schleswig-Holstein einen Mindestabstand von 3 Seemeilen von Land fest, in Mecklenburg-Vorpommern werden von staatlichen Ämtern für Landwirtschaft und Umweltschutz bestimmte Positionen vergeben, an denen eine Urne ins Wasser gelassen werden darf und in Niedersachsen dürfen nur Positionen gewählt werden, die außerhalb der Wattzone liegen und eine dauerhafte Wasserabdeckung haben.

Quelle: http://www.abendfrieden.de/

Freitag, 2. Februar 2018

„don’t forget to die“ Theaterprojekt

Die Regisseurin Karen Breece hat über ein Jahr hinweg Gespräche mit alten Menschen über das Sterben geführt und daraus einen Text entwickelt, der sich im Grenzbereich von Erinnerung und Hoffnung, Realität und Fiktion bewegt. Gemeinsam mit den Akteuren inszeniert sie einen Abend, der gleichermaßen tragische wie komische Perspektiven des Sterbens erfahrbar macht.

Dieses Projekt wird gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München und vom Bezirk Oberbayern. In Kooperation mit der Evangelischen Stadtakademie München, AETAS Lebens- und Trauerkultur GmbH & CoKG und dem Hospizdienst DaSein e.V.


Termin: Samstag, 24. Februar 2018, 19:00 Uhr
Montag, 26. Februar 2018, 19:00 Uhr

Ort: Spielhalle / Kammer 2 der Münchner Kammerspiele, Maximilianstr. 26, München

Eintritt: 22 € / ermäßigt 6 €

Tickets: Kasse Münchner Kammerspiele, Mo-Sa 11.19 Uhr, Reservierung Tel. 089 233 966 00

Zum Stück:

Keiner will sterben. Weder jung, noch alt. Wenn etwas im Leben gewiss ist, dann der Tod. Man sollte nicht vergessen, sich auch auf dieses letzte Ende vorzubereiten, denn ohne den Tod hätte das Leben kaum einen Sinn. Aber wann wird er kommen? Was kommt danach? Und wie lebt man bis dahin ein erfülltes Leben? Fünf Menschen im Alter von 73 bis 93 Jahren suchen nach Möglichkeiten, sich mit dem eigenen Tod auseinanderzusetzen. Auf einer Theaterbühne. Zwischen Performance, Schauspiel und biografischer Erzählung sprechen sie über ihre persönlichen Ängste, Wünsche und Hoffnungen, singen Lieder ihrer Zeit und spielen unterschiedliche Varianten des Sterbens durch. Aber kann man den eigenen Tod proben, so wie man die eigene Beerdigung plant?

Mit: Livia Hofmann-Buoni (79), Rosemarie Leidenfrost (94), Uta Maaß (90), Christof Ranke (79) und der Schauspielerin Ursula Werner (74)

Konzept und Regie: Karen Breece / Bühne: Eva Veronica Born / Kostüme: Teresa Vergho / Dramaturgie: Tobias Staab / Text: Karen Breece; in Zusammenarbeit mit dem Ensemble / Video: Sophie Averkamp / Musik: Mathis Mayr/Pain Perdu / Licht: Max Kraußmüller / Produktion: ehrliche Arbeit – freies Kulturbüro / Regieassistenz: Lea Kappl / Ausstattungsassistenz: Melinka Pixis / Pressearbeit: Kathrin Schäfer Kultur PR / Fotos: Lothar Reichel
Mit freundlichen Grüßen

Gerda Jung

Dienstag, 19. Dezember 2017

Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.

Dieses Zitat stammt von Cicely Saunders. Vielen Dank an das Palliativteam Dormagen, das diesen wundervollen Text über eine der Begründerinnen der Hospizbewegung geschrieben hat (http://www.palliativteam-dormagen.de/berichte/Cicely%20Saunders.htm)

Cicely Saunders - Eine der Begründer/Innen der modernen Hospizbewegung
Dame Cicely Mary Strode Saunders, (* 22. Juni 1918 in Barnet, Hertfordshire; † 14. Juli 2005 in London) war eine englische Ärztin, Sozialarbeiterin und Krankenschwester. Neben Elisabeth Kübler-Ross gilt sie als Begründer/Innen der modernen Hospizbewegung und Palliativmedizin.
Cicely Saunders besuchte die Roedean School, St. Anne's College, Oxford, St. Thomas's Hospital und die Nightingale School of Nursing am King's College London, wo sie zur Krankenschwester ausgebildet wurde.
Ein Erlebnis mit einem sterbenden Patienten namens David Tasma, den sie im Jahre 1948 kennen lernte, inspirierte sie so sehr, dass sie ihr Leben ab sofort in den Dienst der Hospizarbeit stellte. Die beiden diskutierten darüber, wie sie es anstellen sollten, eines Tages ein Heim zu schaffen, welches den Anforderungen der Schmerzkontrolle und den Vorbereitungen auf den nahen Tod besser gerecht werden könne als so eine geschäftige Krankenstation.
Tasma 1948 starb im Alter von 40 Jahren, und hinterließ ihr 500 Pfund mit den Worten «Ich werde ein Fenster sein in deinem Heim». Cicely weist bescheiden auf dessen Anteil hin: "David Tasma, der glaubte, sein Leben auf dieser Welt wäre sinnlos gewesen, startete eine Bewegung!". Nach Tasmas Tod arbeitete sie noch weitere drei Jahre im St. Luke's Hospital.
Im Jahre 1951 begann sie ihr Medizinstudium im St. Thomas und arbeitete gleichzeitig als freiwillige Helferin im St. Joseph's Hospital. 1957 erhielt sie eine Lizenz in der medizinischen Fakultät und praktizierte als Ärztin in dem Hospiz der Schwestern der Barmherzigkeit. Ihr Ziel war es aber, ein Hospiz zu gründen, welches sowohl Ausbildung als auch Forschung auf dem Gebiet der Betreuung der Patienten kombinierte.
Ihre Bemühungen wurden im Jahre 1967 von Erfolg gekrönt, als das St. Christopher's Hospice im Süden Londons eröffnete. Sie diente dort von 1967 bis 1985 als Medizinische Direktorin und hält auch die Position als Vorsitzende.
"Ich brauchte 19 Jahre, um ein Heim rund um dieses Fenster zu bauen.", sagte Cicely bei der Eröffnung. Die Grundidee war, die Bedürfnisse des Patienten zu erkennen und zu behandeln, aber auch die Bedürfnisse der Familie, um das Leid zu mildern, anstatt eine Krankheit zu bekämpfen. Sterben sollte als eine Zeit gesehen werden, die sehr viele Möglichkeiten für Heilung und Wachstum bietet.
Als Christin lehnte sie Lebensverkürzung (Sterbehilfe) strikt ab. Sterben war für sie die Chance, Freunden und Familie noch einmal Danke zu sagen.
Ihre Überzeugung, dass es möglich ist, die letzten Tage eines Menschen angenehm zu gestalten, trug sie in die Welt. Die Entwicklung von Palliativmedizin und Hospizen sind ganz wesentlich ihr zu danken.
Saunders erhielt zahlreiche Auszeichnungen:
1980 wurde sie durch Königin Elizabeth II. als Dame Commander of the Order of the British Empire (DBE) ausgezeichnet und damit in den persönlichen Adelsstand erhoben. 1989 wurde sie durch Elizabeth II. in den Order of Merit (OM) aufgenommen, ebenfalls 1989 als einzige Frau des 20. Jahrhunderts in England zum Ehrendoktor der Medizin ernannt (übergeben durch den Erzbischof von Canterbury). 2001 erhielt sie den Conrad N. Hilton Humanitarian Prize (dotiert mit 700.000 £).
Sie war zweimal verheiratet.
In Großbritannien gibt es nun 220 Hospize, und weltweit über 8.000.
Sie selbst starb 87jährig in dem von ihr eröffneten Hospiz.

Donnerstag, 9. November 2017

Hospiz in Osnabrück

Bei meiner Pilgerreise bin ich durch Osnabrück gekommen und habe den Hospizverein in Osnabrück kennengelernt.
Das Osnabrücker Hospiz ist eine stationäre Einrichtung mit 11 Einzelzimmern in der auf der Rechtsgrundlage des § 39a SGB V in Verbindung mit § 72 SGB XI für sterbende Menschen eine umfassende palliative Pflege und Begleitung geleistet wird.
Im Mittelpunkt steht der ganze Mensch mit seinen physischen, psychischen, religiös-spirituellen und sozialen Bedürfnissen. Größtmögliche Selbstbestimmung des Gastes und eine ehrliche Kommunikation bilden wesentliche Grundlagen der Arbeit, die in enger Kooperation mit Angehörigen und eingebundenen Institutionen geschieht.
Das stationäre Hospiz wurde im September 1997 eröffnet. Die Arbeit im Hospiz wird von einem interdisziplinären Team geleistet. Tel. 0541-350 550, www.osnabruecker-hospiz.de

Montag, 25. September 2017

Letzte Herzenswünsche

Schwerkranken eine Freude machen – der Arbeiter-Samariter-Bund macht es möglich. Er bringt Menschen kurz vor Ende ihres Lebens an Orte von persönlicher Bedeutung: Helikopterflug, Großwildjagd, Bungee-Jumping. Verrückte Wünsche wie diese entstammen mehr der Feder von Drehbuchautoren als der Realität von Menschen, deren Lebenserwartung nicht mehr hoch ist. In der Wirklichkeit sieht die Wunschliste von Todkranken so aus: Einmal noch die eigene Wohnung betreten. Einmal noch das Meer sehen. Einmal noch die Katzen streicheln. Einmal noch die Schwester treffen. Einmal noch die Lieblingsband hören. Einmal noch in den Tierpark gehen. Der letzte Wunsch von Sterbenden, er sei meist ziemlich banal, weiß Steffen Kühn, Leiter Rettungsdienst beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Berlin. „Den wenigsten Schwerkranken ist nach Fallschirmsprüngen oder Extravaganzen.“ Kühn weiß, wovon er spricht. Er leitet beim ASB Berlin das Projekt Wünschewagen, das die Organisation im Sommer 2016 gestartet hat. Es ermöglicht Menschen, kurz vor ihrem Tod noch einmal ihren Sehnsuchtsort zu besuchen.

Die Resonanz auf den neuen Wünschewagen ist groß: Mehr als 50 Anfragen haben den ASB im ersten Jahr nach Projektstart bereits erreicht. 14 Fahrten hat das ASB-Team bereits umgesetzt. Wenn die Finanzierung gesichert werden kann, sollen viele weitere folgen. Gestartet ist das Projekt Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) im Jahr 2014 in Nordrhein-Westfalen. Es hat sich schnell bundesweit entwickelt: Inzwischen gibt es Wünschewagen in zehn Bundesländern, jüngst kam im Sommer 2017 Mecklenburg-Vorpommern dazu. Knapp 500 Fahrten konnten nach Angaben der Organisation bereits ermöglicht werden. 560 Ehrenämtler sind bundesweit im Einsatz, um Schwerkranken einen letzten Wunsch zu erfüllen. Bis zum Jahresende möchte der ASB in allen 16 Bundesländern Fahrten mit Wünschewagen anbieten können. Die Idee des Wünschewagens stammt ursprünglich aus den Niederlanden.

Autorin: Schmitt-Sausen, Nora - Quelle (gekürzt) Dtsch Arztebl 2017; 114(37): A-1640 / B-1390 / C-1360 (DÄ plus)

Freitag, 25. August 2017

Sterbeamme (Claudia Cardinal)

Auf der Webseite von Claudia Cardinal (www.claudia-cardinal.de) gibt es ein Verzeichnis von Sterbeammen und Sterbebegleitern. Dieses Verzeichnis ist angehängt. Der Text auf Claudia Cardinals Webseite lautet für Sterbende:
Sterbeammen-in-Deutschland (pdf, 258 KB)
Sterbende

Erst wenn eine lebensbedrohliche Diagnose oder ein Todesfall in unserer Umgebung eintritt, setzen wir uns mit dem ungeliebten Thema „Sterben“ auseinander und werden uns in diesen unsicheren Zeiten darüber klar, dass das Leben – auch unser eigenes – endlich ist. In diesen Momenten verlieren sich die Betroffenen häufig in imaginären Horrorsezenarien oder bei Gedanken an ihre eigene Beerdigung.

Leider wird die Beschäftigung mit diesem Tabu auf eine persönliche Ebene verschoben und weder in Kliniken, noch Onkologien oder Alterseinrichtungen ist konzeptionell eine Auseinandersetzung mit, geschweige denn hilfreicher Rat für diese Lebenskrisen vorgesehen.

Abschied vom Leben zu nehmen, heißt Abschied von allen Lieben, von Vergangenheit und den eigenen Lebensplänen und von allem Materiellen nehmen zu müssen. Ein Abschied benötigt eine Gestaltung, damit er heilsam für alle Betroffenen sein kann. Sterben heißt, dass eine neue und unbekannte Dimension sich auftut, denn Sterben kann mit der Emigration in ein fernes Land verglichen werden, über das es nur Annahmen und Spekulationen gibt.

Sterbende zu begleiten bedeutet, einen größtmöglichen Frieden für alle Beteiligten zu unterstützen. Wenn der Aufbruch in eine neue Welt in der Mischung aus Aufbruchstimmung und mulmigem Gefühl stattfinden kann, war es möglich, die Angst angesichts des Sterbens zu verwandeln.

Diesen Prozess zu unterstützen ist die Aufgabe von Sterbeammen und Sterbegefährten.

Kontakte zu Sterbeammen und Sterbegefährten finden Sie hier

Bitte kontaktieren Sie mich bei Fragen unter claudiacardinal@sterbeamme.de

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